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Schlafstörungen

Langfassung:

Naturgemäße Behandlung von Schlafstörungen

Ganzkörperwaschung und Countdown statt Medikamente

Der Hahn kräht, die Morgensonne lacht durchs Fen­ster, fröhlich und ausgeruht erhebt sich das junge Paar aus den Federn, um den neuen Tag nach dem er­holsamen Schlaf mit einem guten Frühstück zu begin­nen. Diese wohlbekannten Szenen aus der Fernsehwer­bung wecken bei den Zuschauern wahrlich Bedürf­nisse. Doch weniger nach duftendem Kaffee oder nach schmackhaftem Brotaufstrich sondern vor allem nach dem längst vergessenen Gefühl, sich morgens endlich wieder einmal frisch und ausgeschlafen zu fühlen.

In den westlichen Industrienationen sind Schlafstö­rungen in den vergangenen Jahrzehnten geradezu ein Massenproblem geworden. Spät eingeschlafen, mehr­mals nachts wachgeworden, schweißgebadet umherge­wälzt und morgens todmüde aus dem Bett geschafft, ohne jede Vorstellung, wie man die Pflichten des Alltages in diesem erbärmlichen Zustand bewältigen soll - so ergeht es Millionen von Bundesbürgern tagtäglich.

Mediziner stehen Schlafstörungen allgemein ziemlich hilflos gegenüber. Denn die Ursachen von Schlafstö­rungen sind sehr vielfältig und oft schwer heraus­zufinden. Ärzte für Naturheilverfahren und Akupunk­turexperten vertreten die Auffassung, daß bestimmte Schlafstörungen durch organische Schäden zu erklä­ren sind. So erwachen viele Menschen mit Durch­schlafstörungen zwischen ein und drei Uhr nachts. "Nach der Organ-Uhr der chinesischen Akupunktur ist dies die Hauptarbeitszeit der Leber", erklärt Dr. med. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed-Klinik in Bad Waldsee. "Wir sind davon überzeugt, daß Durchschlafstörungen, die zwischen ein und drei Uhr nachts auftreten, in irgendeiner Weise mit Störun­gen des Leberstoffwechsels verbunden sind." Betrof­fenen empfiehlt er, diese bei einem natur­medizinisch erfahrenen Arzt abklären und wenn nötig mit ei­ner speziellen Therapie behandeln zu lassen.

Manche Schlafstörungen erklären sich aber auch ganz einfach aus den Lebensumständen der Betroffenen. Menschen, die körperliche Schmerzen aushalten müs­sen, zum Beispiel chronische Kopfschmerzen, nächt­liche Wadenkrämpfe oder Gelenkschmerzen wegen eines Rheumaleidens, schlafen verständlicherweise schlecht, und ihre Schlafstörungen hören nur dann auf, wenn die Schmerzen oder deren Ursachen wirksam behandelt werden. Auch das eigene Schnarchen oder kurze Atempausen und somit Sauerstoffmangel können Schlafende ruckartig wecken.

Schlafmittel erzeugen keinen natürlichen Schlaf

In vielen Fällen aber schaffen sich schlaflose Men­schen ihr Problem selbst. Viel zu wenige akzeptie­ren zum Beispiel die Tatsache, daß jeder von uns seinen individuellen Schlafbedarf und seine indivi­duellen Schlafzeiten hat, und versuchen, ihrem Kör­per einen unliebsamen Lebensstil aufzuzwingen. Auch ist bekannt, daß Menschen mit beruflich bedingtem unregelmäßigem Lebensrhythmus - Piloten, Fernfahrer oder Schichtarbeiter - oft schlecht schlafen. Wäh­rend der Wachzeiten sind sie auf Ruhe programmiert und deshalb bei der Arbeit oft unkonzentriert und reizbar. Schichtdienstleistende sollten deshalb nicht länger als drei Nächte hintereinander einge­setzt werden - ein Prinzip, das vielerorts leider nicht befolgt wird.

Trotz der vielen Möglichkeiten, durch Änderung der Lebensweise Schlafstörungen zu beheben, gehen viele Menschen das Problem von vornherein mit Tabletten an. Wenn mit Hilfe von Medikamenten die Ursachen der Schlafstörungen behandelt werden, ist dies zweifellos sinnvoll, zum Beispiel bei Epilepsien oder Depressionen. Die üblichen Schlafmittel jedoch greifen nicht an der Ursache der Schlafstörung an, und können daher nicht zu natürlichem Schlaf ver­helfen. Im Gegenteil: Schlafmittel - so weiß man aus Untersuchungen - stören den Schlafverlauf er­heblich, vor allem wenn sie unmittelbar vor dem Zu­bettgehen eingenommen werden. Schlaf- und Traumpha­sen geraten vollkommen durcheinander, die Erholung bleibt aus, und beim Aufwachen haben viele das Ge­fühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben. Folge ist, daß immere höhere Dosen benötigt werden, was dann auf Dauer zur Abhängigkeit führen kann.

Leichter Schlaf ist im Alter normal

Wer an Schlafstörungen leidet, ohne daß eine orga­nische Ursache festgestellt werden kann, sollte versuchen, seine Nachtruhe mit natürlichen Methoden wiederzuerlangen. Als ersten Schritt dabei emp­fiehlt Dr. Mansmann, daß die Betroffenen ihr Pro­blem unter bestimmten Gesichtspunkten neu überden­ken. Ältere Menschen müssen zum Beispiel wissen, daß sich die Tiefschlafphasen mit zunehmendem Alter verkürzen und aus dem ehemals festen Schlaf mehr und mehr ein sanfter Schlummer wird. Wenn Senioren über zu leichten Schlaf klagen, muß dies also in gewissem Umfang als normale Alterserscheinung ak­zeptiert werden. Geeignete Gegenmaßnahmen wären hier nicht etwa Schlaftabletten, sondern eine bes­sere Lärmabschirmung, zum Beispiel, in dem das Bett in ein straßenabgewandtes Zimmer gestellt wird.

"Tatsache ist auch, daß der objektive Schlafverlauf mit unserer subjektiven Beurteilung keineswegs übereinstimmen muß", weiß Dr. Mansmann. Die Wachpe­rioden in der Nacht werden oft überbewertet. Dieje­nigen, die angeblich "die ganze Nacht kein Auge zu­tun", kommen bei objektiver Prüfung des Sachverhal­tes meist sehr wohl auf eine ausreichende Schlaf­zeit - wenn auch mit kurzen Unterbrechungen. "Man kann seinem Körper ruhig vertrauen, daß er sich das notwendige Maß an Schlaf holt, ob portionsweise oder am Stück", erklärt der Arzt für Naturheilver­fahren.

Spielregeln für guten Schlaf

Nach seiner Erfahrung sind die weitaus meisten Schlafstörungen mit recht einfachen Mitteln zu be­heben. Grundsätzlich muß beherzigt werden, daß gu­ter Schlaf - wie auch ein Tennis- oder Fußballspiel - an gewisse Regeln gebunden ist:

* Wenn irgend möglich, sollte ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus eingehalten werden.

* Die Nacht ist ein schlechter Ratgeber. Sorgen­volle Gedanken beim Einschlafen müssen konsequent beiseite geschoben werden.

* Stets sollte man sich vergewissern, ob nicht man­gelnde Qualität von Bett und Matratze zu den Schlafstörungen beitragen.

* Lärm und Licht müssen aus dem Schlafzimmer ver­bannt werden.

* Schwere Mahlzeiten am Abend sind tabu.

* Jede Form von "action" vor dem Schlafengehen sollte vermieden und durch einen beruhigenden Abendspaziergang ersetzt werden.

Liegt man trotz alledem nachts wieder einmal wach, gibt es bewährte Maßnahmen zur "Ersten Hilfe". An­statt sich quälend hin und her zu wälzen oder zur Schlaftablette zu greifen, steht man besser wieder auf, ißt einen kleinen Happen und beschäftigt sich - am besten mit langweiligen Dingen, die man immer wieder aufgeschoben hat: Briefe schreiben, bügeln, Photos einkleben. Nach etwa einer halben Stunde geht man wieder ins Bett. Will der Schlaf immer noch nicht beikommen, steht man einfach wieder auf. Diese Methode erfordert etwas Geduld, führt aber mit der Zeit in vielen Fällen zum Erfolg.

Bewährte Naturmethode: Die kalte Waschung

Wer aber lieber im Bett bleibt, sollte einen einfa­chen Trick ausprobieren: Von 200 an rückwärts zäh­len. Während man sich auf das Zählen konzentriert, ist kein Platz mehr im Kopf für andere Gedanken. Der Betreffende beruhigt sich bald und schläft ein - lange bevor der Countdown die Null erreicht.

Als natürliche Methode gegen Schlafstörungen emp­fiehlt Dr. Mansmann außerdem die sogenannte "Ganzkörperwaschung", die am besten mehrmals täg­lich vorgenommen wird:

Man nimmt zunächst eine Schüssel mit lauwarmem Was­ser, im Laufe der Waschung dann kälteres. Ein Waschhandschuh wird eingetaucht, nur leicht ausge­wrungen und so über die Haut geführt, daß ein Was­serfilm verbleibt.

Man beginnt bei der rechten Hand, fährt am Arm erst außen entlang bis zu den Achselhöhlen, dann auf der Innenseite wieder zurück. Das gleiche wird am lin­ken Arm wiederholt. Anschließend werden Hals, Brust, Bauch und Rücken gewaschen. Danach geht man zum rechten Bein über, beginnend am Fußrücken erst außen, dann vorn und schließlich innen bis zum Ge­säß und wieder abwärts. Ebenso verfährt man beim linken Bein. Zum Schluß werden die rechte und linke Fußsohle gewaschen. Wichtig danach: Nicht abtrock­nen sondern gleich ankleiden und - um die Wiederer­wärmung zu unterstützen - aktiv bewegen oder gut zugedeckt 30 bis 60 Minuten ins Bett legen. Die Ganzkörperwaschung kann nicht nur zu besserem Schlaf verhelfen, sie hat außerdem eine durchblu­tungsfördernde, herzentlastende, das vegetative Nervensystem stabilisierende und abhärtende Wir­kung.

Auch für Kinder mit schlechtem Schlaf ist diese Art der Waschung zur Entspannung vor dem Schlafengehen gut geeignet. Zur Behandlung von Blähungen und Schlafstörungen bei Kindern hat sich außerdem fol­gendes Tee-Rezept bewährt:

10 g Lavendelblüten, 10 g Melissenblätter, 10 g Baldrianwurzel, 10 g Fenchelkraut, 5 g Fenchelsamen und 5 g Kümmelsamen. Einen halben Teelöffel dieser Mischung gießt man mit einer Tasse kochendem Wasser auf und läßt das Ganze 10 Minuten ziehen. Der Tee wird - eventuell mit etwas Honig gesüßt - vor dem Abendessen getrunken.

189 Zeilen, 50 Anschläge

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

 

Kurzfassung:

Schlafstörungen und Naturmedizin

Nächtliches Erwachen als Warnsignal einer kranken Leber

BAD WALDSEE - Es tut nicht weh und quält doch Mil­lionen: Chronische Schlaflosigkeit. Gerade in den letzten Jahrzehnten sind Schlafstörungen in den westlichen Industrienationen zu einem Massenproblem geworden. Die Ursachen sind vielfältig und häufig schwer herauszufinden. Ärzte für Naturheilverfahren und Akupunkturexperten vertreten heute die Auffas­sung, daß bestimmte Schlafstörungen durch organi­sche Schäden ausgelöst werden. "Wir machen immer wieder die Erfahrung, daß schlechter Schlaf oft als Alarmzeichen einer kranken Leber zu verstehen ist", erklärt Dr. med. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed-Klinik in Bad Waldsee. "Doch leider wissen nur wenige das Symptom richtig zu deuten."

Viele Menschen zum Beispiel wachen regelmäßig zwi­schen ein und drei Uhr nachts auf. Nach der Organ-Uhr der chinesischen Akupunktur ist dies die Haupt­arbeitszeit der Leber. Ist die Funktion dieser menschlichen Entgiftungszentrale gestört, fallen nach naturmedizinischer Vorstellung schädliche Stoffwechselprodukte im Organismus an, die den Schlafenden aufwecken. Menschen, die an Durch­schlafstörungen leiden, empfiehlt Dr. Mansmann des­halb, sich von einem naturmedizinisch erfahrenen Arzt untersuchen und wenn nötig mit einer speziel­len, Leberaufbau-Therapie behandeln zu lassen.

Leider gehen viele ihre Schlafprobleme von vornher­ein mit Tabletten an. Die üblichen Schlafmittel je­doch greifen nicht an der Ursache der Schlafstörung an, und können daher nicht zu natürlichem Schlaf verhelfen. Im Gegenteil: Schlafmittel - so weiß man aus Untersuchungen - bringen Schlaf- und Traumpha­sen vollkommen durcheinander, die Erholung bleibt aus, und beim Aufwachen haben viele das Gefühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben. Folge ist, daß immere höhere Dosen benötigt werden, was dann auf Dauer zur Abhängigkeit führen kann.

Wer an Schlafstörungen leidet, ohne daß eine orga­nische Ursache festzustellen ist, kann seine Nacht­ruhe statt mit Schlaftabletten auch mit natürlichen Methoden wiederlangen. Denn erfahrungsgemäß sind die weitaus meisten Schlafstörungen mit recht ein­fachen Mitteln zu beheben oder zumindest deutlich zu bessern. Grundsätzlich muß beherzigt werden, daß guter Schlaf - wie auch ein Tennis- oder Fußball­spiel - an gewisse Regeln gebunden ist:

* Wenn irgend möglich, sollte ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus eingehalten werden.

* Die Nacht ist ein schlechter Ratgeber. Sorgen­volle Gedanken beim Einschlafen müssen konsequent beiseite geschoben werden.

* Stets sollte man sich vergewissern, ob nicht man­gelnde Qualität von Bett und Matratze zu den Schlafstörungen beitragen.

* Lärm und Licht müssen aus dem Schlafzimmer ver­bannt werden.

* Schwere Mahlzeiten am Abend sind tabu.

* Jede Form von "action" vor dem Schlafengehen sollte vermieden und durch einen beruhigenden Abendspaziergang ersetzt werden.

Liegt man trotz alledem nachts wieder einmal wach, gibt es bewährte Maßnahmen zur "Ersten Hilfe". An­statt sich quälend hin und her zu wälzen oder zur Schlaftablette zu greifen, steht man besser wieder auf, ißt einen kleinen Happen und beschäftigt sich - am besten mit langweiligen Dingen, die man immer wieder aufgeschoben hat. Wer lieber im Bett bleibt, sollte einen einfachen Trick ausprobieren: Von 200 an rückwärts zählen. Während man sich auf das Zäh­len konzentriert, ist kein Platz mehr im Kopf für andere Gedanken. Der Betreffende beruhigt sich bald und schläft ein - lange bevor der Countdown die Null erreicht.

Als natürliche Methode gegen Schlafstörungen emp­fiehlt Dr. Mansmann außerdem eine kalte "Ganz­körperwaschung", bei der die gesamte Hautober­fläche mit einem Waschhandschuh gekühlt und mas­siert wird. Dies fördert die Durchblutung, entla­stet das Herz, stabilisiert das vegetative Nerven­system und verhilft zu gesundem Schlaf (Wasch­technik siehe Langfassung). Auch für Kinder mit schlechtem Schlaf ist diese Art der Waschung zur Entspannung vor dem Schlafengehen gut geeignet. Zur Behandlung von Blähungen und Schlafstörungen bei Kindern hat sich außerdem folgendes Tee-Rezept bewährt:

10 g Lavendelblüten, 10 g Melissenblätter, 10 g Baldrianwurzel, 10 g Fenchelkraut, 5 g Fenchelsamen und 5 g Kümmelsamen. Einen halben Teelöffel dieser Mischung gießt man mit einer Tasse kochendem Wasser auf und läßt das Ganze 10 Minuten ziehen. Der Tee wird - eventuell mit etwas Honig gesüßt - vor dem Abendessen getrunken.

95 Zeilen, 50 Anschläge

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten


 

NaturaMed-VEREIN e.V., Mitglied im deutschen Naturheilbund e.V., Crailsheim
1. Vorsitzender: Dr. med. Vinzenz Mansmann, Allgemeinarzt - Naturheilverfahren,

 

Eschle 6/1, 88339 Bad Waldsee. TEL: (07524) 99 01 50,
FAX:  (07524) 99 01 25,

 



 
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