Mit Naturheilverfahren gegen
Wechseljahresbeschwerden
Keine Krankheit
sondern eine neue Art der Fruchtbarkeit
Gerlinde F. atmet auf, als an ihrem 50. Geburtstag um 22 Uhr der letzte Gast das Haus verlassen hat. Noch vor fünf Jahren, so erinnert sie sich, dauerte die Feier bis in die Morgenstunden. Ihre Ausdauer und Lebensfreude von damals kann sich die Mutter von drei Kindern heute kaum noch vorstellen. Seit einem dreiviertel Jahr fühlt sie sich ständig müde und schlapp, leidet an Hitzewallungen, ist gereizt, depressiv und lustlos. Auch an ihrem Körper hat Frau F. Veränderungen bemerkt: Ihre Haut sieht faltiger aus, ihre Brüste sind schlaffer geworden, die Haare haben an Glanz verloren, ihre Scheide fühlt sich trockener an und das sexuelle Zusammensein mit ihrem Mann bereitet ihr neuerdings Schmerzen statt Lust. Ihre Monatsblutung, nach der sie früher sozusagen die Uhr stellen konnte, kommt seit geraumer Zeit in unregelmäßigen Abständen und dauert wesentlich länger als früher.
Die Ursache dieser Probleme, die Millionen von Frauen teilen, bergen zwei pflaumengroße Organe im kleinen Becken: die Eierstöcke. Mit zunehmendem Alter einer Frau reagieren sie nicht mehr auf die Impulse der Hirnanhangdrüse, die ihnen befiehlt, nach einem vorgegebenen Zeitplan, dem Monatszyklus, Hormone zu bilden. Folge ist ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, was dann die typischen Symptome der Wechseljahre auslöst.
Hormontherapie belastet die Leber
Schulmediziner behandeln Wechseljahresbeschwerden vorwiegend indem sie das mangelnde oder fehlende Hormon Östrogen ersetzen. Damit verfolgen sie auch das Ziel, dem gefürchteten Knochenschwund, der Osteoporose vorzubeugen. Anhänger der Naturmedizin hingegen betrachten die Östrogentherapie in den Wechseljahren kritisch. "Künstliche Hormone werden nur gut vertragen, wenn die Leber gesund ist", erklärt Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed-Klinik in Bad Waldsee. "Leider aber ist dieses Organ gerade bei Frauen in fortgeschrittenem Lebensalter oft stark belastet oder chronisch entzündet, zum Beispiel als Folge lebenslanger Einwirkung von Umweltgiften oder auch von Medikamenten. "Die wenigen Leberparameter, die bei den gängigen Routine-Untersuchungen aus dem Blut bestimmt werden, hält Dr. Mansmann für kein ausreichendes Kriterium, um eine Leber als voll funktionsfähig zu beurteilen. "Die menschliche Leber hat über 370 bekannte Funktionen, die durch die übliche stichprobenartige Leberfunktionsdiagnostik nicht alle geprüft werden können", sagt Dr. Mansmann. Für zuverlässiger hält er das Verfahren der "Regulationsthermographie", eine bewährte, aber aufwendige Methode, bei der über die Ableitung der Hauttemperatur an 100 verschiedenen Punkten Entzündungsherde und Funktionsstörungen der darunter liegenden Organe - z.B. der Leber - erfaßt werden können. Diese Methode wird auch mit großem Erfolg zur Erkennung chronischer Eierstocksentzündungen eingesetzt, die oft Ursache von Hitzewallungen sind und die auf den Schwarz-Weiß-Bildern der Ultraschalluntersuchung nicht eindeutig zu erkennen sind.
Erhöhte Cholesterinspiegel zum Beispiel, die bei Frauen in den Wechseljahren oft festgestellt werden, erachtet Dr. Mansmann in den meisten Fällen als Zeichen einer überlasteten Leber. "Frauen mit Cholesterinwerten über 200 sollten keine Hormonbehandlung erhalten. Die Östrogene selbst bestehen aus Cholesterinbausteinen und können daher den Fettstoffwechsel mit beeinflussen." Solche Fettstoffwechselstörungen seien auch der Grund dafür, warum viele Frauen unter einer Hormonbehandlung stark an Gewicht zunehmen, meint der Arzt für Naturheilverfahren, "zum Teil sind das zehn bis fünfzehn Kilogramm in einem Jahr. Ein so ausgeprägtes Übergewicht wiegt im Grunde auch den vorbeugenden Effekt der Östrogene gegen die Osteoporose auf, da die überflüssigen Pfunde Knochen und Gelenke enorm belasten, von den Auswirkungen auf Herz und Gefäße ganz abgesehen."
Hausmittel gegen Hitzewallungen:
Hände unter kaltes Wasser halten
Als Alternative zur Hormontherapie empfiehlt Dr. Mansmann bei Wechseljahresbeschwerden die Selbstheilungskräfte im Körper zu aktivieren. Diese naturheilkundliche Strategie basiert hier auf drei Säulen: der Behandlung mit physikalischen Maßnahmen, einer Ernährungstherapie und der Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln.
Zur physikalischen Heilbehandlung gehört unabdingbar, daß die Frauen sportlich aktiv sind und dabei - wenn möglich einmal pro Tag - richtig außer Puste geraten. In der NaturaMed-Klinik steht für Frauen mit Wechseljahresproblemen täglich eine spezielle Gymnastik auf dem Programm, die die Muskulatur kräftigt und Knochen und Gelenke funktionsfähig erhält. Dr. Mansmann: "Das steigert das Selbstwertgefühl der Frauen und somit ihre Belastbarkeit im Alltag." Unterstützt wird dieser Effekt durch Moor- oder Kohlensäurebäder, die den Kreislauf stärken. "Wohltuend sind auch kalt-warme Wechselduschen, Wechselfußbäder und Abreibungen", erklärt Dr. Mansmann. "Diese einfachen Maßnahmen entlasten das Herz, beruhigen die Nerven, regen den Stoffwechsel an und stärken die körpereigene Infektabwahr." Sein Tip, wenn Hitzewallungen aufkommen: "einfach die Hände eine Weile unter fließend kaltes Wasser halten. Ein heißes Bad am Abend, dem Brom, Baldrian oder Rosmarin zugesetzt wird, entspannt und verhilft zu gesundem Schlaf."
Ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden in den Wechseljahren ist eine adäquate Ernährung. "Das bedeutet für die meisten Frauen eine konsequente Umstellung und den Abschied von dem deftigen Sonntagsbraten und dem geliebten Sahnekuchen", erklärt der Arzt. Gute Erfahrungen hat er mit gemäßigter Vollwertkost auf überwiegend vegetarischer Basis gemacht. "Ich rate den Patientinnen außerdem, salzarm zu essen, damit sich im Gewebe kein Wasser ablagert." Mit Fett und Kohlenhydraten solle zugunsten von Eiweiß gegeizt werden; Alkhol, Kaffee und Nikotin sind zu vermeiden. "Wenn irgend möglich müssen Frauen über vierzig überflüssige Pfunde abbauen. Allein durch Normalisierung des Körpergewichtes erübrigen sich viele Wechseljahresbeschwerden ohne jede weitere Therapie", weiß Dr. Mansmann aus Erfahrung.
Wirkt gegen Knochenschwund: Lebertran
Zur Unterstützung der Ernährungstherapie verordnet er Lebertran- oder Lebertran-Produkte und Knoblauch-Präparate. "Regelmäßig eingenommen vermindern sie den Knochenabbau und die gefürchtete Arterienverkalkung." Die Vitamine E, B6 und B12 müssen reichlich zugeführt werden, ebenso Kalzium- und Magnesium-Präparate, die Muskelgewebe, Knochen und Nervensystem funktionstüchtig erhalten.
Gegen allgemeine Wechseljahresbeschwerden empfiehlt Dr. Mansmann einen speziellen Tee, von dem die Frauen morgens, mittags und abends je eine Tasse trinken sollten. Für die Mischung werden jeweils etwa 20 Gramm der folgenden Heilpflanzen benötigt:
Kamillenblüten zur vegetativen Stabilisierung
* Hirtentäschel gegen Schweißausbrüche
* Salbei gegen Hitzewallungen
* Rosmarin gegen Depressionen
* Schafgarbe bei gestörter Regelblutung
* Frauenmantel gegen allgemeine Befindensstörungen
Ein Eßlöffel des Gemisches wird mit einer großen Tasse kochendem Wasser überbrüht und nach kurzem Ziehen abgeseiht.
Hilfreich sind außerdem eine Reihe natürlicher Arzneien:
* Traubensilberkerze zur Stabilisierung des vegetativen Nervensystems
* Milzextakt zur Anregung der Eierstöcke
* Plazenta-Extrakt zum Eiweißaufbau
* Pflanzliche Arzneien mit östrogen-ähnlicher Wirkung wie Rhabarber, Gelee royal, Ginseng, Wolfstrapp und Mexikanischer Turnerstrauch.
Gegen Depressionen, an denen viele Frauen in den Wechseljahren leiden, verordnet Dr. Mansmann auch Johanniskraut. "Kreuzkraut und Mönchspfeffer haben sich bei starken und verlängerten Periodenblutungen bewährt. Und bei Schlafstörungen und Angstzuständen lohnt ein Versuch mit Kava-Kava-Extrakt."
Wichtig in der Umstellungsphase der Wechseljahre ist natürlich auch die psychosoziale Situation der Frauen. Das Verhältnis zum Lebenspartner, zu Kindern und Freunden sollte von Harmonie und Vertrauen geprägt sein. "Unsere Familienberatungstätten bieten Frauen in dieser kritischen Zeit wertvolle Unterstützung an", sagt Dr. Mansmann. "Doch leider werden diese Hilfen zu wenig genutzt."
Von einer Sache ist er überzeugt: "Bei richtiger Lebensführung und Lebenseinstellung sind die Wechseljahre keine Krankheit. Vielmehr sollte man diese Zeit als Wechsel in eine neue Art der Fruchtbarkeit verstehen."
181 Zeilen, 50 Anschläge
Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten
Natürliche Heilmethoden gegen Wechseljahresbeschwerden
Kalt Händewaschen bremst Hitzewallungen
Bad Waldsee - Frauen um die 50 wissen ein Lied davon zu singen: von schmerzhaften und starken Regelblutungen, von Schlappheit und Depressionen, von Hitzewallungen und nachlassender Libido, kurzum - von den leidigen Wechseljahren. Schulmediziner verordnen oft Hormonpräparate, um diese Beschwerden zu lindern. Ärzte für Naturheilverfahren raten den Frauen, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bewährt hat sich eine Drei-Säulen-Therapie, wie sie an der NaturaMed-Klinik in Bad Waldsee praktiziert wird: Gymnastik und physikalische Therapie, gemäßigte Vollwertkost, Pflanzenmedizin.
Es gehört zum Älterwerden dazu: Die Eierstöcke reagieren nicht mehr auf die Impulse der Hirnanhangdrüse, die ihnen befiehlt, nach einem vorgegebenen Zeitplan, dem Monatszyklus, Hormone zu bilden. Folge ist ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, was dann die typischen Symptome der Wechseljahre auslöst.
Künstliche Hormone, die viele Frauen gegen Wechseljahresbeschwerden erhalten, beugen einerseits dem Knochenschwund vor, belasten aber auch die Leber, meinen Verfechter von Naturheilverfahren. "Künstliche Hormone werden nur gut vertragen, wenn die Leber gesund ist", erklärt Dr. Vinzenz Mansmann, Chefarzt an der NaturaMed-Klinik. "Leider aber ist dieses Organ gerade bei Frauen in fortgeschrittenem Lebensalter oft stark belastet oder chronisch entzündet, zum Beispiel als Folge lebenslanger Einwirkung von Umweltgiften oder auch von Medikamenten. Gallensteine sind folge einer jahrelangen Fehlbildung des Gallensaftes durch die Leber."
Erhöhte Cholesterinwerte, so meint der Arzt für Naturheilverfahren, sind zu 70 Prozent durch Funktionsstörungen der Leber und nur zu 30 Prozent durch falsche Ernährung bedingt. Fettstoffwechselprobleme als Folge der verminderten Leberfunktion hält er auch für den Grund, warum viele Frauen unter einer Hormonbehandlung stark an Gewicht zunehmen, "zum Teil sind das zehn bis fünfzehn Kilogramm in einem Jahr. Ein so ausgeprägtes Übergewicht wiegt im Grunde auch den vorbeugenden Effekt der eingenommenen Östrogene gegen die Osteoporose auf, da die überflüssigen Pfunde Knochen und Gelenke enorm belasten, von den Auswirkungen auf Herz und Gefäße ganz abgesehen", erklärt Dr. Mansmann.
Als Alternative zur Hormontherapie empfiehlt er bei Wechseljahresbeschwerden, die Selbstheilungskräfte im Körper zu aktivieren. Wichtig sei zum einen, sportlich aktiv zu sein und - wenn möglich einmal pro Tag - "richtig außer Puste zu geraten". In der NaturaMed-Klinik steht für Frauen mit Wechseljahresproblemen täglich eine spezielle Gymnastik auf dem Programm, die die Muskulatur kräftigt und Knochen und Gelenke funktionsfähig erhält. Unterstützt wird dieser Effekt durch Moor- oder Kohlensäurebäder, die den Kreislauf stärken. "Wohltuend sind auch kalt-warme Wechselduschen, Wechselfußbäder und Abreibungen", erläutert Dr. Mansmann sein Behandlungskonzept. "Diese einfachen Maßnahmen entlasten das Herz, beruhigen die Nerven, regen den Stoffwechsel an und stärken die körpereigene Infektabwehr." Sein Tip, wenn Hitzewallungen aufkommen: "Einfach die Hände eine Weile unter fließend kaltes Wasser halten. Ein heißes Bad am Abend, dem Brom, Baldrian oder Rosmarin zugesetzt wird, entspannt und verhilft zu gesundem Schlaf."
Zusätzliche Linderung bei Wechseljahresbeschwerden bringt eine gemäßigte Vollwertkost auf überwiegend vegetarischer Basis. "Ich rate den Patientinnen außerdem, salzarm zu essen, damit sich im Gewebe kein Wasser ablagert." Mit Fett und Kohlenhydraten solle zugunsten von Eiweiß gegeizt werden. Wichtig auch: "Allein durch Normalisierung des Körpergewichtes erübrigen sich viele Wechseljahresbeschwerden ohne jede weitere Therapie", weiß Dr. Mansmann aus Erfahrung.
Zur Unterstützung der Ernährungstherapie verordnet er Lebertran- oder Lebertran-Produkte und Knoblauch-Präparate. "Regelmäßig eingenommen vermindern sie den Knochenabbau und die gefürchtete Arterienverkalkung."
Gegen allgemeine Wechseljahresbeschwerden erhalten Patientinnen an der NaturaMed-Klinik morgens, mittags und abends einen speziellen Tee. Für die Mischung werden jeweils etwa 20 Gramm der folgenden Heilpflanzen benötigt:
Kamillenblüten zur vegetativen Stabilisierung
Hirtentäschel gegen Schweißausbrüche
Salbei gegen Hitzewallungen
Rosmarin gegen Depressionen
Schafgarbe bei gestörter Regelblutung
Frauenmantel gegen allgemeine Befindensstörungen
Ein Eßlöffel des Gemisches wird mit einer großen Tasse kochendem Wasser überbrüht und nach kurzem Ziehen abgeseiht.
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